Das Nervensystem

Das Nervensystem hat einen großen Einfluß auf unser Wohlbefinden, unsere seelische und körperliche Gesundheit und wie hoch unsere Stressresilienz ist. 

Ist es aus der Balance, dann sind das auch wir. Wir können schlechter mit Stress umgehen, Ängste und dünne Nerven sind u.a. Zeichen für ein aus der Balance geratenes Nervensytem.

Auch werden im Nervensystem und den Zellen traumatische Erfahrungen gespeichert, die in Trigger-Situationen wieder aktiviert werden (emotionale Flashbacks).

Die gute Nachricht ist, dass wir unser Stresstoleranz-Fenster wieder weiten können. 

Unser Stresstoleranzfenster 

Unser "Stresstoleranzfenster" wird schon in der Schwangerschaft angelegt und legt den Grundstein, wie gut / schlecht wir in unserem weiteren Leben mit Stress umgehen können. 

Ist die Mutter in der Schwangerschaft viel Stress, Ängsten / Problemen ausgesetzt, spürt auch das Ungeborene die Sresshormone und erlebt schon hier Unsicherheit und Gefahr, obwohl es hier eigentlich sicher und geborgen sein sollte). Das Toleranzfenster wird kleiner und der Mensch später ist schneller überfordert. Das Nervensystem ist schneller im "Alarm-Modus". Das gilt auch wenn es bei der Geburt und danach schwierige Situationen/Zeiten (Frühchen, Inkubator, OPs, Trennungen,...) gab.

Verlief alles harmonisch fühlt sich das Kind immer in Sicherheit, das Toleranz-Fenster ist groß und den Mensch bringt nichts so schnell aus der Ruhe.

Das erklärt, warum manche Menschen schnell am Limit sind und andere viel mehr wuppen können.

Aber wie erwähnt ist es durchaus auch möglich dieses Fenster wieder zuweiten um eine bessere Widerstandkraft aufzubauen.

In Balance bleiben

Unser autonomes Nervensystem besteht aus den Partnern Symphatikus und Parasymphatikus.

Der Symphatikus ist für die Aktivierung des Organismus und der Parasymphatikus für die Erholung und Entspannung zuständig.

Sie sind Partner und sollten immer abwechselnd aktiv sein. Nach einer Zeit der Anspannung muss wieder eine Zeit der Erholung folgen, usw. Unser Körper kann nur in Ruhephasen neue Energie sammeln und sich regenerieren, sowie reparieren.

Nur dann sind wir in der Balance, leistungs- und belastungsfähig, haben ein starkes Immunsystem und innere Stärke.

Dysreguliertes Nervensystem

Ein reguliertes Nervensystem erhöht die Schlafqualität und fördert die psychische und physische Gesundheit.

Bei kleinem Stresstoleranzfenster ist unser Nervensystem oft dysreguliert, d.h. aus der Balance, entweder über- oder untereregt. 

Ständiger innerer und äußerer Stress bei gleichzeitigem Fehlen von wirklicher Erholung und Pausen bringen es immer mehr  aus dem Gleichgewicht.

Der Parasymphatius, der für die Erholung zuständig ist muss aktiv aktiviert werden. Passiert dies nicht, dann fahren wir quasi mit Vollgas durch die Gegend und unser Tank wird immer leerer. Unser Nervensystem ist immer im Flucht- oder Kampfmodus, was dann irgendwann einmal zu Symptomen / Krankheiten führen.

Folgen von Über- / Unterreizung

Wenn dauerhaft zu viele Reize auf das Nervensystem einströmen kann es zu einer Überreizung kommen, die nicht mehr verarbeitet werden kann. Kann der Parasymphatikus, die Bremse, dann nicht mehr aktiv werden gerät das Nervensystem in Schieflage. Anzeichen können sein: 

  • körperliche Verspannungen (Rücken-/Nackenschmerzen,...)
  • Verdauungsprobleme (Magenprobleme, Durchfall, Übelkeit, Magenübersäuerung,..)
  • chronische Schmerzen
  • psychischer Stress
  • Schluckbeschwerden
  • Heißerkeit
  • Kopfschmerzen
  • zu schneller Herzschlag
  • Kalte Hände oder Füße
  • übermäßiges Schwitzen
  • verengte Pupillen
  • Konzentrationsstörungen
  • hoher Blutdruck
  • Tinnitus
  • schwaches Immunsystem
  • Verstimmungen
  • dünne Nerven, Ungeduld, Gereiztheit, getrieben sein
  • Überforderung
  • Herzrythmusstörungen
  • Schlafstörungen
  • vermehrt Ängste, Angst, Panikattacken, Innere Unruhe
  • Reizdarm
  • Fibromyalgie
  • Nach dem Urlaub / Wochenende keine Erholung fühlbar
  • Entspannungsübungen und Meditationen wirken nicht
  • einschlafen sobald zur Ruhe kommen
  • Depression  und totale Erschöpfung (Untererregung)
  • Krebs

Hypervigilanz

ist die totale Übererregung des Nervensystems und äußert sich in nervöser Unruhe, Ängsten, Getriebensein, Magen- und Darmbeschwerden, Schlafstörungen, starkes Herzklopfen - Herzrasen, Schluckbeschwerden, Atemnot, .... Panikattacken.

Das System ist total überladen und kann sich nicht mehr selbst regulieren. Erholung ist nicht mehr möglich, ständige innere Getriebenheit und Unruhe spürbar.

Oftmals wird sie auch mit Hochsensibiltät verwechselt, wobei Hochsensible auch oft traumatische Erfahrungen erlebt haben.

Beide müssen aber lernen sich zu regulieren und gut auf sich zu achten.

Regulation des Nervensystems

Der Schlüssel zur Heilung liegt in der Regulation deines Nervensystems.

Auch für Menschen mit traumatischen Erfahrungen liegt hier der Weg zur Heilung. Zu Wissen wie dein Nervensystem funktioniert ist ein wichtiger Bestandteil um dich im Hier und Jetzt zu verankern.

Das Gleiche gilt für jede Form von Ängsten und Angsterkrankungen, sowie Panikattacken. 

Hast du mit solchen Problemen zu kämpfen oder kannst einfach nicht zur Ruhe kommen - das gilt auch, wenn du dich ständig ablenken musst, mit Medien z.B. - dann kann ich dir die Regulation deines Nervensystems ans Herz legen.

Wenn du schnell in Stress gerätst, nervös, ängstlich, ungeduldig wirst, schnell aus deiner Mitte fällst und überfordert bist, dann ebenso. Genauso wenn sich schon körprliche Krankheiten bei dir manifestiert haben (beim Thema Krebs kann ich das 3E-Zentrum in Remshalden-Buoch empfehlen, ich gebe dort Seminare).

In meinem Coaching "Zurück in deine Balance" lernst du wie gesunde Selbstregulation funktioniert, wie du deine oft schädlichen Bewältigungsstrategien loslassen kannst, mit Stress-Situationen (z.B. mit den Kindern, Partner, Job) besser umgehen kannst und  deinen Körper wieder die Möglchkeit zur Selbstreperatur geben kannst. 

Vielleicht hast du schon mal festgestellt, dass andere Menschen dir gut tun bei Ängsten und Schlaflosigkeit. Sie regulieren in dem Moment (so wie es die Bindungspersonen bei ihren Babys machen sollten, denn Babys habe noch kein ausgereiftes Nervensystem) dein Nervensystem durch ihr eigenes. Das nennt man Co-Regulation.

Durch die Übungen lernst du gesunde Selbstregulation um selbstbestimmter und emotional unabhängiger zu sein. Auch die Innere-Kindarbeit ist eine Selbstregulations-Methode und ermöglicht es parallel auch die Ursachen für die Aktivierung deines Nervensystems zu erforschen und zu lösen. So ist eine nachhaltige Heilung deines Nervensystems möglich.

 

Regulationsstrategien sind individuell:

Yoga, Meditation, Tanzen, Sport, Singen, alles was dich in den Flow - ins Hier und Jetzt - bringt.

Den Parasymphatikus kannst du auch aktiv mit speziellen Nervensystem-Regulationsübungen aktivieren (ein paar Übungen habe ich als Audio in meinem Shop).

Atem-Techniken gibt es viele, sie helfen schnell deinen Parasymphatikus und Vagusnerv zu aktivieren. Hier habe ich eine Sammlung zusammengestellt, die auch bei Ängsten & Stress helfen (Tipps bei Angst).

Was kannst du tun?

Jede Achtsamkeitsübung hilft dir wieder mehr ins Hier und Jetzt zu kommen. Gute Übungen zur Stabilisierung sind auch Erdungsübungen. Ich habe hier eine aufgenommen: "Erden & Verbinden".

In meinem Shop gibt es noch mehr Nervensystem-Regulationsübungen. Am besten einfach ausprobieren, was dir gut tut.

Ich unterstütze dich gerne dabei in meinem "Zurück in deine Balance" Coaching. Hier geht's zur Buchung eines kostenlosen Beratungsgespräch.
 

Du kannst dich natürlich selbst durchwühlen oder du entscheidest dich für ein Coaching bei mir und lernst es mit Leichtigkeit.

In all meinen Angeboten spielt die Regulation und Stabilisation des Nervensystems eine große Rolle. 

Wenn du dich das hier anspricht, dann ist das ein klares Signal, dass das etwas für dich wäre.

Dein Nervensystem und dein gesamter Körper werden es dir danken!

Kostenloses Beratungsgespräch

Meine Öffnungszeiten:
Mo,Di, Mi, Fr: 8.00 - 20.00 Uhr 
Do 7.30 - 20.00 Uhr 

Melde dich bei mir und wir finden heraus, wo du stehst, was du möchtest, was du brauchst und ob ich dir weiterhelfen kann.

Hier kannst du dir auch gleich einen kostenlosen Termin (Telefon/Zoom) buchen:

Es ist nie zu spät für sich selbst 
zu sorgen.

Sie werden erstaunt sein, was es für einen Unterschied ausmacht sich selbst regulieren zu können. Auch ich habe es jahrelang belächelt, wurde dann aber eines besseren belehrt.

Die Kraft der Selbstregulation verändert das Leben und gibt so viel Freiheit!

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